1-Keine Mikrobeweglichkeit
Mikrobeweglichkeit zwischen Implantat und Abutment irritiert den periimplantären Knochen. Dieser reagiert mit Abbau im Bereich der Implantatschulter, dem so genannten Remodelling. Form- und kraftschlüssige Verbindungen lassen dagegen keinerlei Mikrobewegungen zu. Es entsteht ein virtuell einteiliges Implantat, das von Beginn an für stabile Gewebe sorgt.
2-Bakteriendichte Verbindung
Spalträume zwischen Implantat und Aufbau führen zu bakterieller Besiedlung. Unter Kaubelastung kommt es zu einer Relativbewegung zwischen den Komponenten, die einen Pumpeffekt zur Folge hat. Dieser führt durch die Verteilung der Endotoxine zu einer Entzündungsreaktion im Gewebe am Implantat-Abutment-Interfaceniveau. Knochen wird unterhalb der Implantat-Aufbau-Verbindung abgebaut, bis die so genannte biologische Breite etabliert ist. Nur eine bakteriendichte Verbindung vermeidet den Knochenabbau - und stabilisiert das Weichgewebe.
3-Platform-Switching
Platform-Switching verlagert den Übergang zwischen Implantat und Aufbau nach zentral. Dadurch werden mechanische und mikrobielle Reize vom periimplantären Gewebe ferngehalten. Die biologische Breite verlagert sich aus der vertikalen in die horizontale Ebene. Platform-Switching ist daher ein wichtiger Faktor für Gewebestabilität - aber nur im Zusammenspiel mit mikrobewegungsfreiem, bakteriendichtem Verbindungsdesign, das heißt als PlatformShifting. Zusätzlich entsteht durch das schmalere Abutment mehr Raum für periimplantäre Weichgewebe.
4-Subkrestale Platzierung
Die Schaffung eines natürlichen Emergenzprofils wird durch eine subkrestale Platzierung begünstigt. Mikrobewegungsfreie und bakteriendichte Verbindungen verhindern den normalerweise einsetzenden Knochenabbau und werden auch bei tiefer Insertion vom Knochen toleriert. PlatformShifting in Verbindung mit subkrestaler Platzierung und mikrostrukturierter Implantatschulter ermöglicht Knochenapposition bis an das Abutment und sichert damit langfristig auch eine exzellente rote Ästhetik.
5-Mikrorauigkeit bis zum Interface
Eine mikrostrukturierte Implantatschulter erleichtert die Anlagerung von Knochenzellen. Bei subkrestaler Position führt dies dazu, dass sich Knochen sogar auf der horizontalen Schulterfläche anlagern kann. Die darüber liegenden Weichgewebe werden zusätzlich gestützt - für erfolgreiche Langzeitergebnisse.
In einer radiographischen und histologischen Tierstudie wurden entsprechend einer ästhetischen Indikation im Frontzahnbereich die Implantatschultern 1,5 mm unter Knochenniveau eingebracht, um die tiefe Lage der Implantat-Aufbau-Verbindungsstelle im Bereich der knöchernen Unterstützung der Papillen zu simulieren.
In monatlichen Intervallen wurden standardisierte Röntgenaufnahmen angefertigt. Neben anderen Ergebnissen blieb das periimplantäre Knochenniveau um die Konusverbindung über die sechs Monate der Untersuchungsdauer signifikant höher als bei einer stumpfen Aufbauverbindung mit externem Sechskant.




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