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DENTSPLY Friadent News
Von der Kompetenz zur Referenz
20.11.2009 | 125 Labore beim zweiten Jahrestreffen der DENTSPLY Friadent Referenzlabore 2009
Waren es beim ersten DENTSPLY Friadent Referenzlabor-Treffen im vergangenen Jahr noch 75 Labore, umfasst das Netzwerk ein Jahr später bereits 125 Dentallabore aus ganz Deutschland. Darüber, wer Referenzlabor werden kann, entscheiden nicht Faktoren wie Größe oder Standort, sondern ausschließlich Kompetenz und Erfahrung. So stehen die Referenzlabore den Behandlern ganz im Sinne eines optimierten backward planning zum Beispiel von Anfang an beratend zur Seite – und tauschen untereinander Erfahrungen aus, um sich weiter zu qualifizieren. Dafür wiederum braucht es umfangreiche Materialkenntnisse und fundiertes Wissen über implantattherapeutische und daraus abgeleitete implantatprothetische Konzepte. Beides wurde den Teilnehmern beim diesjährigen Jahrestreffen ebenso anschaulich wie detailreich vermittelt. International renommierte Referenten spannten den Bogen von TissueCare über CAD/CAM bis hin zu individuellen Abutments.
TissueCare - langfristiger Gewebeerhalt
Dr. Dietmar Weng, Zahnarzt aus Starnberg, erläuterte den Teilnehmern die fünf Faktoren für ein funktionell und ästhetisch langzeitstabiles Hart- und Weichgewebe: eine subkrestale Insertion, eine mikrostrukturierte Implantatschulter, ein tiefer Platform-Switch, kein Mikrospalt zwischen Implantat und Aufbau sowie daraus folgernd auch keine Mikrobewegungen. DENTSPLY Friadent nennt das kurz und griffig TissueCare. Denn nur, wo genügend Knochen ist, kann das Weichgewebe langfristig stabil bleiben. Das Ankylos C/X-Implantatsystem mit seinem Implantatdesign und seinen neuen prothetischen Optionen bringt dafür alle Voraussetzungen mit. Als realistisches Ziel formulierte Dr. Weng daher, die Tarnow'sche Abstandsregel nicht mehr beachten zu müssen. Schließlich zeige es die Natur beim unteren Einser, dass auch bei nur 1 mm Abstand Knochen und Papillen möglich sind. „May be the screw is the clou“ – man darf gespannt sein. In der angeregten Diskussion gab Dr. Weng wertvolle Tipps aus seiner Praxis: Er präferiert kleinere prothetische Einheiten, verblockt lieber weniger, erzielt mit Knochentraining sehr gute Ergebnisse, hält die Kaukrafteinleitung über die Konusverbindung für gleichmäßiger als über flache Verbindungen und hat bereits kurze Implantate mit längerer Krone stabil inseriert.
2D- versus 3D-Diagnostik
Der Oralchirurg Dr. Frank Kornmann aus Oppenheim verglich anhand von Implantatfällen verschiedene implantologische Therapiekonzepte miteinander: Spät- oder Sofortversorgung mit konventioneller oder virtueller Implantatplanung. Seine Message: welches Konzept auch immer, es kommt prinzipiell auf eine optimierte Therapieentscheidung an. Doch wie diese finden? Erst das effektive Zusammenwirken von Faktoren wie präoperatives Behandlungsmanagement, chirurgischer Therapiephase und implantologische Rehabilitation begründet den Erfolg und sichert die gewünschte funktionelle wie ästhetische Langzeitstabilität. Denn ob Einzelzahnlücken, verkürzte Zahnreihen, zahnlose Ober- oder Unterkiefer sowie Pfeilervermehrung: Unterschiedliche Indikationsklassen verlangen spezifische Konzepte. Ebenso zieht die Entscheidung für eine offene oder geschlossene Einheilung oder eine Sofortversorgung mit Sofortbelastung unterschiedliche Verfahren nach sich. Das gilt auch für die Parameter festsitzend oder herausnehmbar. Für derart individuell auf den Patienten zugeschnittene Lösungen braucht es entsprechende multioptionale Verfahren und Materialien. Die Implantatlinie XiVE sowie das computergestützte Chirurgie-Planungssystem ExpertEase erfüllen in den Augen des Referenten die Vorgaben.
CAD/CAM-Implantatprothetik
Jochen Hartmann, ZTM bei DENTSPLY Friadent, zeigte, welche Versorgungsoptionen die erstmal auf der IDS vorgestellten CAD/CAM-Prothesen und Brücken dem Zahntechniker bieten. Das vom Labor angefertigte Wax-up wird im zentralen DENTSPLY CAD/CAM-Center eingescannt. Das Labor erhält per Datensatz einen patientenindividuellen Designvorschlag für die Gerüstkonstruktion und kann diesen korrigieren oder nach seinen Wünschen verändern. Anschließend wird auf Basis einer eigens für jeden Fall entwickelten Frässtrategie und mit industrieller Präzision das Gerüst aus Titan oder Cobalt-Chrom gefräst. Verzüge oder Lunker gehören der Vergangenheit an.
Drei Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um das System anwenden zu können: Okklusale Verschraubung, mindestens zwei Implantate und eine Konstruktion auf Gingiva-Niveau. Dann können damit nicht nur ANKYLOS , XiVE und FRIALIT sondern alle gängigen Implantatsysteme im Markt versorgt werden, einschließlich auch stark anguliert gesetzter Pfeiler. Das von DENTSPLY Friadent klinisch bewiesene TissueCare-Konzept bleibt, da die Versorgung auf Abutment-Niveau erfolgt, voll umfänglich erhalten.
Individuelle Abutments
Gemunkelt wurde zwar schon seit einiger Zeit, doch erst anlässlich des Treffens der Referenzlabore ließ DENTSPLY Friadent die „Katze aus dem Sack“: Ab sofort sind individuelle Abutments im Programm. Aus Titan und Zirkon. Carsten Fischer, ZTM aus Frankfurt/Main, stellte den erstaunten wie erfreuten Teilnehmern das Abutment-Angebot für ANKYLOS und XiVE vor: kundenindividuell, spezifisch, maßgefertigt. Selbst das Emergenzprofil kann in jeder gewünschten Form, ob konkav oder konvex, gestaltet werden. Die Abutments können aus Zirkon (Cercon) oder Titan gefertigt werden. Besonders Zirkon zeichnet sich durch eine exzellente Gewebeanlagerung und Ästhetik aus. Im Laufe des kommenden Jahres werden zudem auch sogenannte „Two piece Abutments“ geliefert werden: Titanbasis und Schraube mit Zirkonaufbau. Der Vorteil hierbei ist, dass die Kraftaufnahme in eine Metallbasis verlagert wird. Die „Two piece Abutments“ zeichnen sich durch einen kontrollierten Zementspalt, eine sichere Retention der Prothetik aus.
Ein Ritterspektakel als Kontrast
Wie gelungener „Kundenservice“ auch aussehen kann, bewies die Abendveranstaltung. Als Kontrast zu den aktuellen Entwicklungen des Tages bot die Abendveranstaltung eine Zeitreise in die Vergangenheit. In den 500 Jahre alten Gemäuern des Klausenhofs genossen die Teilnehmer ein opulentes mittelalterliches Mal. Entsprechend locker war die Stimmung.
Blick nach vorne ...
Ob ZTM Rainer Struck aus Berlin, ZTM Franz-Josef Noll aus Koblenz oder ZTM Rüdiger Wandtke aus Lüneburg: Stellvertretend wohl für die meisten empfanden sie die erhaltenen Informationen mehr als nur nützlich für ihre tägliche Arbeit. Das Angebot der individuellen Abutments und der CAD/CAM-Prothetik sowie die damit verbundenen Versorgungsoptionen zog ihre besondere Aufmerksamkeit auf sich – und sie sind schon neugierig, welche zahntechnischen Überraschungen sie beim 14. DENTSPLY Friadent World Symposium am 19. und 20. März 2010 in Barcelona erwarten.
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2. Referenzlabortreffen – Auditorium Umfangreiche Materialkenntnisse und praktische Erfahrungen wurden den Teilnehmern beim diesjährigen Referenzlabor-Jahrestreffen ebenso anschaulich wie detailreich vermittelt. Download: 3720 x 2342 px | 2000,40 KB |
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2. Referenzlabortreffen – Dr. Dietmar Weng Dr. Dietmar Weng, Zahnarzt aus Starnberg, erläuterte den Teilnehmern Faktoren für ein funktionell und ästhetisch langzeitstabiles Hart- und Weichgewebe mit TissueCare. Download: 3888 x 2592 px | 1657,18 KB |
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2. Referenzlabortreffen – Dr. Frank Kornmann Oralchirurg Dr. Frank Kornmann aus Oppenheim verglich anhand von Implantatfällen verschiedene implantologische Therapiekonzepte miteinander. Download: 2592 x 3888 px | 1489,64 KB |
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2. Referenzlabortreffen – Teilnehmer Das Netzwerk der DENTSPLY Friadent Referenzlabore umfasst 125 Dentallabore aus ganz Deutschland – dementsprechend gut besucht war das diesjährige Jahrestreffen. Download: 3879 x 1572 px | 1744,29 KB |
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ANKYLOS C/X und XiVE custom abutments Die neuen ANKYLOS C/X und XiVE custom abutments by Compartis Download: 1772 x 2211 px | 216,30 KB |
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